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Gewalt gegen Frauen

Über Gewalt gegen Frauen wird selten gesprochen, dennoch kommt sie vor. Auch die FH Stralsund ist Teil der Gesellschaft, sodass es durchaus möglich ist, dass Angehörige der Hochschule damit konfrontiert werden.

Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter: Die Opfer sind körperlicher und sozialer Gewalt, aber auch ökonomischem, sozialem oder psychischem Druck ausgesetzt. Laut einer ersten bundesweiten Studie des Familienministeriums aus dem Jahr 2004 haben 25 Prozent aller Frauen schon einmal körperliche oder sexuelle Gewalt erlebt.

Rat und sofortige Unterstützung in Krisensituationen finden Opfer bei Notrufen und in Interventionsstellen gegen häusliche Gewalt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter informieren über die rechtliche Situation, helfen bei Gericht oder vermitteln zu weiteren Beratungsstellen. Rettungsinseln für Opfer sind Frauenhäuser, in denen bedrohte Frauen mit ihren Kindern Schutz finden.

Gewaltprävention spielt eine wichtige Rolle, damit Frauen in unserer Gesellschaft angstfrei leben können. Sie richtet sich auch an Täter – tatsächliche und potenzielle. Sie müssen erkennen, dass Gewalt Konflikte nicht löst. Beim Erlernen neuer, gewaltfreier Verhaltensweisen helfen ihnen die Männerberatungsstellen in unserem Land.

Hier finden Sie eine regionale Übersicht über:


Frauen in Krisensituationen

Durch männliche Gewalt im häuslichen Bereich und sexualisierte Gewalt geraten Frauen und Mädchen in besondere Notsituationen, in denen sie der Hilfe bedürfen. Dafür steht ihnen in Mecklenburg-Vorpommern ein Netz von Einrichtungen zur Verfügung, das von Beratung, Betreuung und Wohnung bis zur staatlichen Intervention reicht. Mit dem Landesaktionsplan zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und Kinder hat die Landesregierung ein Gesamtkonzept erstellt und die Vernetzung von verschiedenen Maßnahmen angeregt. Dazu gehören Frauenhäuser, Anlaufstellen für Opfer häuslicher Gewalt, Beratungsstellen für Opfer sexualisierter Gewalt, Notrufe und Interventionsstellen sowie Männerberatungsstellen.


Frauenhäuser

Frauen und Kinder, die häusliche Gewalt in jeglicher Art erfahren haben, von dieser bedroht sind oder sich bedroht fühlen, können im Frauenhaus leben. Die Aufnahme ist bei Tag und Nacht möglich, dort erhalten sie Hilfe und Schutz. Die Opfern werden während des Aufenthalts beraten und bei der psychischen Verarbeitung ihrer Situation ebenso unterstützt wie bei der Planung des weiteren Lebenskonzeptes und der Initiierung und Unterstützung der ersten Schritte dazu. Frauenhäuser sind anonym.

     Frauenschutzhaus Stralsund
     Postfach 13 16
     18403 Stralsund
     Tel.: 03838 / 20 17 93 oder 0 171 / 37 10 694
     Email: KJFH.Rueg@t-online.de

     "MISS"- Beratungsstelle für Betroffene sexualisierter Gewalt
     Ringstraße 114
     18528 Bergen/Rügen
     Tel.: 03838 / 25 45 45
     E-Mail: kontakt@miss-beratungsstelle.de


Interventionsstellen

Nach einem erfolgten Polizeieinsatz bei häuslicher Gewalt und eventueller Wegweisung bzw. Aussprechen eines Betretungsverbotes (nach § 52 SOG) wird die Interventionsstelle von der Polizei benachrichtigt. Die Mitarbeiterinnen der Interventionsstellen nehmen Kontakt zum Opfer auf und bieten Beratung an. Zur Krisenintervention gehört das Aufstellen einer Gefährdungsprognose, eines persönlichen Sicherheitsplans, das Prüfen und Einleiten rechtlicher Maßnahmen und die psychosoziale Beratung. Zu den Aufgaben der Interventionsstellen gehört neben der konkreten Beratungsarbeit zusätzlich das Einfordern täterbezogener Intervention, regionale Kooperation und Vernetzung, dezentraleFortbildung für die Polizei, Öffentlichkeitsarbeit sowie die Dokumentation und statistische Erfassung der Arbeit.

     Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt
     Stralsund - Rügen - Nordvorpommern
     Carl-Heydemann-Ring 55
     18437 Stralsund
     Tel.: 03831 / 30 77 50
     E-Mail: interventionsstelle.stralsund@fhf-rostock.de


Männerberatungsstellen

Männerberatungsstellen sind ein Hilfsangebot für Täter häuslicher Gewalt. Sie sollen ihnen die Möglichkeit geben, alternative, gewaltfreie Verhaltensweisen kennen und anwenden zu lernen. Gewalttätiges Verhalten ist nicht selten erlerntes Verhalten und daher prinzipiell wieder verlernbar. Der Täter soll in der Beratungsstelle professionelle Hilfe zum Ausstieg aus der Gewalt erhalten. Es werden Männer beraten, die sowohl freiwillig kommen als auch diejenigen, die per Bewährungsauflage entweder von der Staatsanwaltschaft oder vom Gericht zugewiesen werden.

     Diakonisches Werk: Kontakt- und Beratungsstelle für Männer und gegen Gewalt Greifswald
     Bugenhagenstr. 1-3
     17491 Greifswald
     Ansprechpartner: Herr Wörfel
     Tel.: 03834 / 82 99 65 oder 0160 / 90 92 14 29

     Arche e. V. für Frau und Familie: Männerberatungsstelle - Güstrow
     Platz der Freundschaft 14 a
     18273 Güstrow
     Tel.: 03843 / 68 51 87
     E-Mail: arche-maennerbuero-guestrow@t-online.de

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